Ziele und Perspektiven

Unsere Hauptaufgabe und unser oberstes Ziel ist und bleibt die Vermittlung von Schulpatenschaften, um dadurch so vielen Kindern wie möglich eine Schulausbildung zu ermöglichen.

Natürlich hoffen wir auf die wachsende Unterstützung unseres Vereins durch viele Mitglieder und ein wachsendes Firmensponsoring. Dadurch sollte es uns in den nächsten zwei Jahren gelingen, den Schulausbau voran zu treiben. Wir brauchen Platz für mehr Schüler und Räume für die St. Kristofa Schule sowie für weiterführende Klassen in der Secondary-School.

Auf dem Gelände der St. Kristofa Schule wurde bereits ein Schulgarten angelegt, der zur besseren und gesünderen Ernährung der Schulkinder beiträgt und die Kosten der Schulspeisung dauerhaft senkt.Kinder ohne Paten

Um die hygienischen Bedingungen in der Schule zu verbessern wie auch um den Schulgarten betreiben zu können, benötigen wir schnellstmöglich einen Brunnen. Bei ihrem Besuch in Hapuuyo (März 06) hat Elvira Pöhland, die Gründerin des Vereins, zusammen mit einem Hydrologen die St. Kristofa Schule besucht, um dort einen geeigneten Platz für einen Brunnen zu finden. Es wurde eine Probebohrung sowie Wasseranalyse durchgeführt und ein Gutachten erstellt. Mit dem Bau des 1. Brunnens wurde am 30.06.2006 begonnen, fertiggestellt wurde er am 10.07.2006. Der Link zum 1. Brunnenbau an der St. Kristofa Schule ist unter Bildergalerie zu finden. Erfreulicherweise können wir mit diesem Brunnen nicht nur die St. Kristofa Schule, sondern auch die Kitaleesa Schule mit sauberem Trinkwasser versorgen, also ca. 350 Kinder erhalten mit nur einem Brunnen Wasser! Auch in Kidongo wurde bereits ein Brunnen erstellt. Da dieser Brunnen jedoch nur im Tal gebaut werden konnte, wurde noch eine Pumpstation benötigt, die mittlerweile ebenfalls errichtet wurde. Für die St. Kristofa Schule wurden getrennte Latrinen für Jungen und Mädchen von der Regierung gefordert. Diese werden voraussichtlich bis Ende Februar 2007 fertiggestellt sein. Die Bauphase hat sich leider durch die Regenzeit verlängert.
Der wachsende Energiebedarf soll durch eine Solaranlage auf dem Dach der Schule gedeckt werden. Für diese Vorhaben besteht dringender, umfassender Geldbedarf, wobei die Kosten im Vergleich zu deutschen Verhältnissen immer noch sehr niedrig sind und der langfristige Nutzen sie bei weitem aufwiegt.Absolventin

Auch die Region um Hapuuyo ist wie viele Gebiete in Afrika täglich mit einer wachsenden Zahl AIDS-Infizierter konfrontiert. Es mangelt an Aufklärung und der notwendigen pflegerischen und medizinischen Versorgung. Das nächste Krankenhaus liegt ca. drei Autostunden entfernt. Der Aufbau eines Gesundheitszentrums scheint uns deshalb ein sehr wünschenswertes Ziel. Hier sollen gerade die Menschen aus den entlegenen Gemeinden und auch Aidskranke die Möglichkeit auf Hilfe haben. Gesundheitsberatung und vorbeugende Impfaktionen für die Kinder und ihre Eltern müssen ebenso bedacht und eingeplant werden, um eine nachhaltige Verbesserung in der Region zu erzielen.

Wir haben uns sehr viel vorgenommen.

Nur die Hilfe und Unterstützung Gleichgesinnter kann alle diese Vorhaben Wirklichkeit werden lassen. Wir vertrauen auf diese Hilfe und stellen dafür unsere Zeit, Energie und unsere privaten Mittel zur Verfügung.

In Uganda gibt es keine Berufsausbildung nach einem deutschen Verständnis. Manch junger Mensch hat Glück und wird im elterlichen Betrieb angelernt, bis er die nötige Berufskenntnis erworben hat. Die meisten Schulabgänger, die nicht studieren können, bleiben jedoch ungelernt und damit abhängige Hilfskräfte.

SchulgebäudeEin Berufsausbildungszentrum kann hier eine gute Lösung sein. Wir möchten unsere Erfahrung aus Deutschland und anderen Entwicklungshilfeprojekten nutzen, um wenigstens einer begrenzten Anzahl der Schulabsolventen eine Berufsausbildung anzubieten.

Wer seine Ausbildung erfolgreich beendet hat, kann sich - unterstützt durch Kleinkredite - selbstständig machen und somit einen Anteil leisten, die Region und auch den Verein wiederum in seiner Arbeit zu unterstützen. Neue Absolventen können dann in diesen Betrieben Arbeit finden und das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe verwirklichen.

Eine Beratungs- und Koordinationsstelle wird die neuen Unternehmer dabei tatkräftig unterstützen.

Im April 2006 wurde der Bau eines Wohnhauses für die Vereinsgründerin Elvira Pöhland in Hapuuyo-Kidongo begonnen und steht nun kurz vor dem Abschluss. Der Bau wird vollkommen privat finanziert. In diesem Wohnhaus werden u.a. 3-4 Patenkinder leben. Auch unser dringend benötigtes Vereinsbüro wird in diesem Haus untergebracht sein und von der Gründerin finanziert werden.

Wir wissen letztlich nicht, ob alle Ziele langfristig zum Erfolg führen werden, aber jeder Mensch hat eine Chance auf selbstbestimmtes, menschenwürdiges Leben verdient.
Auch in Afrika.