Liebe SOMA-Freunde,
das ereignisreiche Jahr 2006 möchte ich, Lutz Rogalla, als 1.Vorstand zum Anlass nehmen, mit einigen Gedanken das erste vollständige SOMA-Jahr Revue passieren zu lassen und eine Ausschau auf das neue SOMA-Jahr 2007 zu machen:
Unseren noch jungen Verein gibt es seit dem 30.10.2005 mit Sitz in Sinsheim/Elsenz. Unser vorrangiges Ziel ist es, für derzeit 129 Patenkinder eine Schulpatenschaft zu ermöglichen, um diesen Kindern getreu unserem Vereinsmotto „Hilfe zur Selbsthilfe durch Bildung“ die Chance zu geben, ihren Weg in eine für afrikanische Verhältnisse bessere Zukunft zu gehen.
Um diese Ziele erreichen zu können, bedarf es aber auch einer guten Organisation des Vereins, damit uns anvertraute Gelder in Form von Schulgeld und Spenden (z.B. für einen Brunnenbau) vor Ort ankommen und richtig verwendet werden können.
Als sich im Februar 2005 Elvira Pöhland als 1. Vorsitzende und Gründerin von SOMA-UGANDA e.V. bei mir vorstellte, konnte ich noch nicht ahnen, wie sehr mich einmal der Verein und seine Ziele in den Bann nehmen würden. Zunächst fing alles mit einer Mitgliedschaft und Patenschaft an, wie bei vielen anderen Mitgliedern und Paten auch. Elviras Worte, dass Father Christopher das Geld direkt vor Ort für die Kinder einsetze und alle Nebenkosten von Vereinsmitgliedern persönlich getragen würden, sodass nur ein winzig kleiner Anteil an Verwaltungskosten von den Mitgliedsbeiträgen verwendet werden müsse, gaben den Ausschlag für „Mehr“. Ich sagte Elvira meine aktive Unterstützung für die Umsetzung der Vereinsziele zu.
Zusammen mit Elvira Pöhland und einer stetig wachsenden Zahl an Mitgliedern und Paten sorgten wir für „Wachstum“, planten den ersten Brunnenbau, den weiteren Schulausbau, den Bau einer Schullatrine, eines Schulgartens (zur Eigenversorgung), eine große Sammelaktion für Kinderkleidung und Hilfsgüter, den zweiten Brunnenbau mit einer Pumpstation.
Aber von den Mitgliedsbeiträgen allein konnten wir diese Vorhaben nicht finanzieren, also brauchten wir weitere Geldmittel. Elvira schrieb sich die Finger wund, aber der Erfolg war leider dürftig.
Dann hatten wir eine Idee: Ich kannte einige Unternehmer, die bereit waren, ihre Sportwagen für eine Mitfahrt zu unserem gemeinnützigen Zweck zur Verfügung zu stellen, außerdem war der Sänger Patrick Simons gerne bereit, ohne Gage aufzutreten – und so riefen wir unsere „1.SOMA-PARTY“ ins Leben.
Der Erfolg dieser Veranstaltung war für uns riesig, und dem Publikum hat es so gut gefallen, dass es nach einer Wiederholung fragte.
Anscheinend war unser Konzept - eine Kinderspielstraße, eine Tombola mit insgesamt 300 Preisen (davon 32 Hauptgewinne), gute Musik, Speisen-Getränke-Cocktailbar und eine Sportwagenausstellung mit Gewinnmitfahrten - voll aufgegangen. Trotz einem „Megasturm mit Wolkenbruch“ haben wir bis 3 Uhr morgens gefeiert und die Erlöse sofort für unseren Brunnenbau verwenden können.
Mittlerweile war unser Verein auf verschiedenen Ebenen tätig, unter anderem betreuten vier Praktikantinnen eine Woche lang unser SOMA-PROJEKT, welches dann der Öffentlichkeit in einem Vortragszirkel bei der hiesigen Volksbank zusammen mit anderen Projekten vorgestellt wurde.
Regelmäßig waren wir von nun an mit Zeitungsartikeln in der Presse präsent.
Einige Mitglieder hatten zwischenzeitlich größere Geldspenden überwiesen, sei es anlässlich eines Firmenjubiläums, auf Grund persönlicher Anschreiben von Elvira oder einfach, um Anstoßfinanzierungen für Projekte zur Verfügung zu stellen.
Der Zeitpunkt des Abschieds von Elvira Pöhland aus Deutschland rückte immer näher, denn sie hatte sich bereits seit längerer Zeit entschlossen, ab Dezember 2006 vor Ort in der Region Hapuuyo die Geschicke des Vereins weiter zu lenken. Der Vorstand von SOMA-UGANDA e.V. musste sich daher neu formieren.
Eine ordentliche Mitgliederversammlung wählte am 23.10.2006 den neuen Vorstand, der für die nächsten zwei Jahre, unterstützt von Fachkräften mit Herz, für die gute SOMA-Sache seine ehrenamtliche Arbeit fortsetzen kann.
Diese Mitgliederversammlung beschloss auf Antrag des neu gewählten Vorstands, die Mitgliedsbeiträge auf 25,- Euro für Privatpersonen sowie 50,- Euro für Behörden und Firmen zu erhöhen. Diese Beiträge, die langfristig stabil bleiben sollen, werden dazu dienen, besondere Notfälle vor Ort in Hapuuyo/Uganda zu finanzieren oder Anschaffungen zugunsten der Kinder zu tätigen.
Dieser Beschluss schließt auch die neue Patenschaftsgebühr mit ein, welche 12,50 Euro monatlich für die Primary-Schüler und 25,- Euro monatlich für die Secondary-Schüler umfasst.
Die bisherigen Patenschaftsbeiträge reichten für die einzelnen Kinder nicht aus und mussten mit einem großen Verwaltungsaufwand aus den Mitgliedsbeiträgen oder vor Ort durch befreundete Organisationen von Father Christopher ausgeglichen werden.
Um unseren Verwaltungskostenapparat gering zu halten, bitten wir die Paten darüber hinaus, dem Verein eine Einzugsermächtigung zu erteilen, welche die Abbuchung der Beträge quartalsweise, im Idealfall jährlich vorsieht.
Mit diesem Entschluss reihen wir uns ein in die Tätigkeit vergleichbarer Hilfsorganisationen und geben die wahren Kosten an die Paten weiter. Die komplette Vorstandschaft verpflichtet sich, den Kostenfaktor für den erforderlichen Verwaltungsaufwand auch weiterhin so gering wie möglich zu halten und jeden erdenklichen Cent unseren Projekten vor Ort zukommen zu lassen.
Deshalb bitte ich Euch, liebe Paten, die vorgenommene Beitragserhöhung mitzutragen und damit unsere ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen.
Jetzt geht es mit großen Schritten voran in das neue SOMA-Jahr 2007, für das wir uns vorgenommen haben, alle restlichen Patenkinder in Schulpatenschaften zu vermitteln.
Bereits Anfang Januar haben wir es geschafft, 10 Kinder in eine Schulpatenschaft zu bringen.
Außerdem ist bereits eine Spende in Höhe von 5000,- Euro eingegangen und ein Sponsor für den weiteren Ausbau der St. Kristofa Schule hat sich auch bei uns gemeldet.
Neben dem weiteren Ausbau der Schule wird die neu zu errichtende Krankenstation natürlich eines unserer Kernprojekte werden.
Um dieses große Ziel erreichen zu können, sind wir bereits emsig mit der Planung folgender Veranstaltungen beschäftigt:
28.04.2007 in der Sinsheimer Stadthalle: SOMA-JUGEND-SERENADE
21.07.2007 in Sinsheim: SOMA-PARTY 2007, wieder mit Megatombola
28.07.2007 in Bad Rappenau: SOMA-BENEFIZ-GOLFTUNIER
Wir hoffen sehr, dass uns bei der diesjährigen SOMA-Party der Wettergott wohlgesinnt sein wird!
Eine ganz besonders zu erwähnende Neuerung werden in Kürze alle Mitglieder und Paten zugeschickt bekommen, es handelt sich hierbei um ein neues Informationsblatt über den Fortschritt Eurer Patenkinder – lasst Euch überraschen.
Alle weiteren wichtigen Neuheiten und Neuigkeiten werden wir wieder ins Netz stellen, wie gewohnt.
Abschließend wünscht der gesamte Vorstand auch im Namen der Ehrenvorsitzenden des Vereins, Elvira, welche wohlbehalten in Hapuuyo angekommen ist und ihre Arbeit trotz einem Malariaanfall aufgenommen hat, zusammen mit den Kindern und Father Christopher allen SOMA-Freunden und ihren Familien alles Gute für das neue SOMA-Jahr 2007.
Vielen Dank für Eure konstruktive Kritik, für Eure treue Hilfe zugunsten der Kinder!
Mit bestem Dank und herzlichen Grüßen
Lutz Rogalla
(1. Vorsitzender SOMA-UGANDA e.V.)